Erntebericht 2008

2008 – EIN SOLIDES JAHR MIT SEHR GUTEN GRUNDQUALITÄTEN

Das Jahr startete mit einem milden Winter, aber der dauerte länger als erwartet. Uns allen sind die tief verschneiten, kalten Ostertage Ende März noch in negativer Erinnerung. Prompt folgte ein sehr warmer April mit zügigem Austrieb, der Anfang Juni nach trockenem, warmem Mai in einer frühen Blüte mündete. Diese begann sehr schnell, um sich in der 2. Monatshälfte aufgrund niedrigerer Temperaturen zu verzögern. Um den 20.6. war bereits alles Bestens verblüht. Der Siebenschläferzeitraum (5.-10.Juli) war durchwachsen, die Regel, dass das Wetter die nächsten 7 Wochen dann ähnlich bleibt, können wir bestätigen. Juli und Anfang August waren zwar warm, es gab aber immer wieder Niederschläge, ab Mitte August wurde es kühler mit einigen Regenschauern. Die Reben goutieren das Wechselspiel mit guter Entwicklung, allein die kühle und teils feuchte 1. Septemberhälfte verzögerte die Entwicklung. Das wechselhafte Wetter hat uns zwar in punkto Rebkrankheiten in Atem gehalten, aber echter und falscher Mehltau haben keine Schäden hervorrufen können. Nur Botrytis hat durch die feuchte Witterung Ende August/Anfang September an Brisanz gewonnen. Nach diesem durchschnittlichen Sommer folgte ein ungewöhnlich kühler aber trockener Herbst. Daher sprechen wir nicht von einem Spitzenjahrgang, sondern freuen uns über die sehr ausgewogenen Grundqualitäten, die uns dieses etwas launische Jahr beschert hat. Dank der Kälteperioden am Jahresende und in der 2. Januarwoche konnten wir Eisweinmoste zwischen 160° und 219° Oechsle ernten - ein famoser Abschluss der Ernte und eine zusätzliche Quelle der Begeisterung für diesen Jahrgang. Insgesamt ein sehr solides Jahr mit sehr überzeugenden Grundqualitäten und exzellenten Eisweinen.

 
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