Erntebericht 2004

2004 - FÜR JEDEN DAS RICHTIGE

2004 ist ein Jahrgang, den wir vor wenigen Jahren zu den richtig Guten gezählt hätten. Aber nach einer Fülle von guten Jahren hat sich die Einschätzung doch etwas verschoben.

 

Die erste Hälfte des Jahres war geprägt von mittleren Temperaturen und einer Fortsetzung der Trockenheit aus dem Jahr 2003. Frostschäden sind ausgeblieben, der Austrieb begann etwas vorzeitig, analog zu den Vorjahren mit einer anschließenden Blüte, die nahezu als perfekt gelten kann. Die Trockenheit endete mit Donnerschlag und starken Gewitterregen am 23. Juli. In unserem Gebiet lagen die Sommertemperaturen insgesamt auf normalem Niveau, während sie vielerorts als zu kühl empfunden wurden. In stetem Wechsel von Regen und Sonnentagen ging der Sommer praktisch mit dem Termin unserer klassischen Sommernacht am 11. September zu Ende. Die folgenden unbeständigen Wochen zögerten den Termin der Ernte bis zum 12. Oktober hinaus.

 

Bei optimalen Bedingungen startete der Herbst mit guten bis sehr guten Mostgewichten bei allerdings höheren Säurewerten. Durch behutsames Fortschreiten haben wir versucht den natürlichen Säureabbau abzuwarten und auf einen gleichzeitigen Anstieg der Oechslegrade gehofft. Dies hat sich zunächst sehr vorteilhaft entwickelt, allerdings wurde ab dem 23. Oktober durch die einsetzende feuchtere Witterungslage mit häufigem Nebel und Nieselregen der Mostgewichtsanstieg stark gebremst. Trotzdem konnten wir sehr gute Ergebnisse mit bis zu 100 und 102° Oechsle in der Bastei, im Felsenberg, im Rotenfels und im Felsensteyer verzeichnen.

 

Gekrönt wurde die Ernte kurz vor Weihnachten von zwei Eisweinen mit 174° und 186° Oechsle - ein Weihnachtspräsent der besonderen Güte.

 
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